Gebäudecheck ecobau

Bei Umbauten von älteren Gebäuden muss stets mit Schadstoffen gerechnet werden. Darum fordern die Gebäudestandards Minergie-ECO und SNBS bei Sanierungen, Erneuerungen und Rückbauvorhaben einen Gebäudecheck, der bei allen Gebäuden mit Baujahr vor 1990 zur Anwendung kommt. Gesetzlich ist eine Schadstoffanalyse nur bei bewilligungspflichtigen Rückbauvorhaben mit Baujahr vor 1990 gefordert. Ein Entsorgungskonzept ist gesetzlich gefordert, falls Schadstoffe vorhanden sind oder mehr als 200 m³ Bauabfälle (inkl. Aushubmaterial) anfallen.

Das vorliegende Dokument Gebäudecheck ecobau (Stand April 2021) fordert darüber hinaus auch bei nicht bewilligungspflichtigen Projekten eine Schadstoffabklärung analog VVEA und will die Wiederverwendung von Bauteilen und eine hohe Verwertungsrate fördern. Das Entsorgungskonzept (inkl. Schadstoffermittlung, Schadstoffsanierungs- und Rückbaukonzept) wird deshalb mit Vorgaben zur Wiederverwendung von Bauteilen und einer vorgegebenen Verwertungsrate ergänzt.

Im Anhang steht ein beispielhaftes Inhaltsverzeichnis (Musterbericht) für die Schadstoffermittlung und Entsorgung zur Verfügung. Das Vorgehen und die Inhalte zum Entsorgungskonzept werden mit dem Thema «Wiederverwendung von Bauteilen» ergänzt. Das Inhaltsverzeichnis kann als Nachweis für das Minergie-ECO Ausschlusskriterium «Schadstoffe in Gebäuden» genutzt werden.

Das vorliegende Dokument ersetzt die Empfehlung ecobau aus dem Jahre 2013 mit dem Titel «Gesundheitsgefährdende Stoffe in bestehenden Gebäuden und bei Gebäudesanierungen (Gebäudecheck in Bauten mit Baujahr vor 1990)» und den «Musterbericht Gebäudecheck 2013».

Der Gebäudecheck ecobau (Stand April 2021) richtet sich vor allem an Bauherren, Architektinnen und weitere Planende.

Das Forum Asbest Schweiz führt eine Liste mit Fachpersonen für Gebäudechecks.